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Bügelfibeln der Hallstatt

Bügelfibeln mit Glasrücken

Nachdem ich die Bilder der Bügelfibeln im Artikel „Zu den Glasbügelfibeln“ von Thea Haevernick in „Beiträge zur Geschichte des antiken Glases, I., Jahrbuch RGZM 6, 1959, 67-73“ gesehen habe, war ich doch sehr interessiert wie sich diese Stücke umsetzten lassen...ohne dabei zu verzweifeln...

Zu den Fakten.
Bügelfibeln der Hallstatt konnten mit Glas verziert sein. Einfacher als die Bügelfibeln mit einem Bügel aus Glas zuversehen war es, Perlen auf einen Fibelrücken aufzuziehen (Beispiele folgen).
Einen über mehrere cm sich erstreckender Bogen ist auch heute noch eine große Herausforderung.

Eine Sondergruppe dieser Fibeln sind die Fibeln mit Stachelperlen (besser gesagt Stachelrücken). Das typische und vor allem besondere an diesen Glasrücken sind die kleinen Glas"stacheln", mit denen die Glasbügel verziert sind. In allen Fällen hatten die Fibeln 3 Reihen Stacheln. Die einzelnen Reihen hatten zwischen 2 und 10 Stacheln, wobei die Reihen versetzt sein können und so die Anzahl der Stacheln variiert (so z.B. 7, 5, 7 Stacheln). Nach Frau Haevernick wurde ein Teil der Stacheln aufgeschmolzen ein anderer ausgezogen, wobei es zu einer Verformung des Grundkörpers kommt.

Die Größe des Rückens schwankt zwischen dem kleinsten Stück 4,1cm (beschädigt) und 9,2cm, wobei die meisten sind zwischen 6 und 8cm groß sind.

Die bevorzugte Farbe ist blau, gefolgt von einem hellen grünlich-transluzidem Glas. Es gibt aber auch ein bernsteinbraunes Glas mit opakgelbem Zickzackfaden.

Die Fibel selber ist aus Bronze, der Nadeldraht ist meist vierkantig, seltener rund. Auf diesen Draht wird dann der Bügel aufgeschoben.
Zur Chronologie und Verteilung

Die Funde konzentrieren sich mit wenigen Funden im krainischen Raum. Es gibt aber drei einzelne Exportstücke: zwei in St. Luica und eines in Hallstatt. Aufgrund der Fundumstände werden diese Glasrücken in die Endhallstatt, der Ha D datiert.