Startseite Perlen bis 5. Jh. n. Chr. Römische Kaiserzeit Fibeln mit Glaseinlagen aus Mosaik
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Ein Erlebnisbericht...
Wieso überhaupt Fibeln mit Glaseinlagen aus Mosaikglas?
Nun es gibt Funde seit der frühen Römischen Kaiserzeit, in denen Glasmosaike mit Mustern anstelle von einfachen einfarbigen Glasflächen aufgeschmolzen wurden.
Da es mir Möglich ist Mosaike zu fertigen lag es nahe, zu versuchen Fibeln dieser Art zu fertigen *grins*
Grundmaterial: Kupferblech, Schmelzpunkt um 1000°C Lauscha-Glas, beginnt bei ca. 650°C weich zu werden und ist flüssig bei ca. 950°C. Schmelzofen. Ein uralters Model (von dem Sohn meiner Oma ihrer Schwester, der den Ofen von seiner Mutter hat. Also: Sehr Alt. Er hat keine Temperaturregelungsmöglichkeiten, bringt Glas aber dazu sich zu verflüssigen. des weiteren: 1 Flasche Cola Zitrone Eiswürfel (viele)
Die letzen Materialien waren/sind optional aber bei dem Wetter (30° an unserer Aussenwand) unerläßlich! Sobald man den Ofen aufheizt! Und eine Hopfenkaltschale ist bei den Temperaturen nicht zu empfehlen.
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Für den ersten Versuch habe ich einfach ein Stück Kupferblech genommen. Das ist bei weitem nicht so teuer, aber meine Entscheidungsgrundlage ob ich dieses Thema überhaupt weiter verfolgen sollte.
Und der Test war erfolgreich! |
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Der Probelauf: Kupferblech mit aufgeschmolzenen Mosaiken
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Also, weiter...das nächste Problem war einen Fibel-Rohling zu bekommen, war aber lösbar....
hier der Versuchsaufbau mit Schachbrettmosaiken...
und das Ergebnis |
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Rundfibel mit Schachbrettmosaiken, vor dem Schmelzen
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und hier das Ergebnis: |
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Fibel mit emaille oder besser: Glasmosaik Einlagen
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Damit nicht genug... |
Die Zweite Fibel sollte aber nun nach einem Vorbild der römischen Kaiserzeit gefertigt sein. Ich entschied mich für eine Mosaikkombination aus kleinen Schachbrettern, wie sie auf der Saalburg (das Buch gibt es legal bei HIER bei Archive.org, Bd. 2 S. 143 ) gefunden wurde.
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In diesem Versuch war mein Anliegen natürlich das die Mosaike wiederum schön zusammen schmelzen. Leider habe ich es übertrieben und vom Muster blieb nichts erkennbar. Daher habe ich die Glasschicht einfach brutal abgeschlagen.
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Hier die Fibel OHNE die zerschmolzenen Mosaike. Es zeigt sich das der Ofen zu warm war, denn am Grund der Fibel haben sich die Mosaike erhalten. Die Schachbrettmuster zeichnen sich einwandfrei von einander ab.
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Daher habe ich umgehend einen neuen Versuch gestartet. Dieses mal war die Hopfenkaltschale eine willkommene Erfrischung und ein kalter Film ("Schwere Jungs", danach "Ice Age 3" und "Könige der Wellen") ein bei den Aussentemperaturen absolute Minimum an Zutat...
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Kurz: etwa 5 Stunden und 105 Mosaikstücke später war es so weit: der neue Rohling!!!
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Also wieder: in den Ofen, Gretel... Die Spannung stieg...
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Es hies es einfach nur warten und gelegentlich beobachten... Ergebnis dieser 105 Mosaikstücke, wie sie eine Fläche ergeben bin ich doch sehr zu Frieden. Geschafft!
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ok, das war mit modernen Mitteln, aber vielleicht kann ich den Versuch ja mal bei Stefan am richtigen Ofen durchführen.
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