StartseitePerlen bis 5. Jh. n. Chr.Vorrömische EisenzeitMittel- und Spätlaténe

Ringperlen mit Sprenkeln

Ringperlen zählen mit über 1000 Exemplaren zu dem häufigsten Perlentyp der Mittel- und Spätlaténe (Stufen Lt C und Lt D, ca. 300 bis um Christi Geburt) im Gebiet der BRD (mit den Grenzen bis 1990), Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Sie sind somit ein charakteristischer Perlentyp dieser Zeitstellung.

Eine seltene Untergruppe sind Ringperlen mit Sprenkelverzierung.
M.A. Zepezauer verzeichnete in „Die Glasperlen vorrömischen Eisenzeit III“
53 Ringperlen, mit einer deutlichen Fundkonzentration blauer Ringperlen mit Sprenkeln in Manching, Pfaffenhofen und Wederath. Diese Perlen konnten aufgrund der Fundzusammenhänge auf eine Niederlegung zwischen 150/100 v. Chr. bis um Christi Geburt (der Laténe D1) datiert werden. Wann diese Perlen aber von einem Handwerker erworben worden sind und wie lange sie bereits in Gebrauch waren ist nicht zu beurteilen.

Die nähere Datierung anderer Sprenkelperlen(typen) ist nicht möglich, da viele der vor 1950 ergrabenen Gräberfelder bereits zerstört waren. Erschwerend kommt hinzu das die Perlen überwiegend in Brandgräber gefunden wurden.

Die Ringperlen haben einen Durchmesser von 1,7 bis 4,5cm und die Grundfarben sind klares, grünes, blaues, braunes und purpurnes Glas. Die Verzierungen sind bei den klaren und grünen Ringperlen ausschließlich gelb, ansonsten in weiß oder gelb.

Ringperlen mit Sprenkelverzierung