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Startseite Perlen ab 5. Jh. n. Chr. Skandinavien Birka
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Als Fibelketten werden Ketten bezeichnet die zwischen paarig getragenen Gewandfibeln getraten werden. Die hier vorgestellten Ketten sind aus Glasperlen zusammen gestellt, aber auch die Verwendung von Metallketten ist bekannt.
Bildliche Überlieferungen aus der Zeit der Wikinger lassen allgemein keine Glasperlen erkennen. Die Verwendung ist jedoch durch die Beigabensitte in 16 Gräbern deutlich zu erkennen (Grab Nr. 464, 513, 515, 552, 637, 639, 660, 703, 739, 835, 860b, 954, 959, 1012, 1062 und 1081).
Dies sieht dann wie folgt aus:
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Birka Grab 552 |
Das Skelett ist fast vollständig vergangen, die Beigaben sind jedoch einwandfrei zu erkennen:
Ein paar Schalenspangen liegt leicht versetzt auf dem Brustkorb, dazwischen liegt in Richtung Kopf verschoben eine große gleicharmige Spange. 33 Glasperlen sind oberhalb dieser Spange eingezeichnet, die Reihe von Perlen endet mittig an beiden Schalenspangen. Die Perlenkette wurde, wahrscheinlich während der Bestattung selber, durch das Gewicht der gleicharmigen Spange verschoben. Anders können sich die Perlen nicht in diese Lage gestreut haben. Dazu findet sich in Grab 637 eine identische Verteilung.
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Quelle: http://mis.historiska.se/mis/sok/sok.asp
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Greta Arwidsson schrieb 1989 "Man hat häufig angenommen, das die Perlenketten eine Verbindung zwischen den beiden ovalen Spangen waren. Einen sicheren Beleg für diesen Gebrauch kann ich nicht finden " (Birka II:3, Systematische Analyse der Gräberfunde, Ed. Greta Arwidsson, Uddevalla, Schweden, S. 59).
Da jedoch der Gebrauch von Glasperlen als Fibelketten mehrfach in Birka nachgewiesen ist handelt es sich eeventuell um einen Übersetzungsfehler aus dem Schwedischen ins Deutsche und G. Arwidsson konnte keinen wirklichen Nachweis über die Art der Befestigung finden.
Aber auch hierfür gibt es Indizien:
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Birka Grab 1062 |
Mehr als 20 Glasperlen sind in ein bis zwei Reihen unterhalb der Ovalfibeln an deren unteren Spitzen endend eingezeichnet. Beide Spangen haben dazu je ein Loch an der Innenseite durch das die Perlenkette befestigt werden konnte. In diesem Grab ware es dazu nicht nur eine Reihe von Glasperlen die die Verbdingungskette bildeten, sondern mindestens zwei. Leider liegt kein Grabungsfoto vor um nähere Aussagen über die Gestaltung der Perlenketten zu geben.
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Quelle: http://mis.historiska.se/mis/sok/sok.asp
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Birka Grab 959 |
Das Grab ist nur leicht gestört, der Kopf liegt auf dem rechten Unterarm, der ein Stück vom Oberarm entfernt liegt. Die Schalenfibeln liegen beidseits des Brustkorbs auf Höhe der Oberarmmitte. Ein "Perlenhalsband" (gem. Birka I) aus 17 Perlen ist im Plan von der Mitte der rechten Schalenfibel zum unteren Ende der linken Schalenfibel eingezeichnet. Keine Halskette kann bei einer Störung des Grabes in diese Lage verschleppt werden. Anstelle einer Halskette handelt es sich unzweifelhaft um eine Fibelkette. Dazu hat die Perlenreihe am Ende einen Bronzeöse mit aufgerollten Enden, mit der sie an einer der Fibelnadeln befestigt werden kann. Diese Zuordnung trifft auch G. Arwiddson, in dem sie dieses Perlenensemble ihrem Modell C - den Fibelketten - zuordnet (Birka II:3 S. 50) - Ja, auch wenn G. Arwidsson sagt, das sie keine Nachweise finden kann, entscheidet sie sich dennoch für diese Trageweise!
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Quelle: Birka I; Die Gräber, Tafeln, ed. Holger Arbman, Kungl.Vitterhets Historie och Antikvitets Akademien Stockholm, 288 Seiten
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Wer nicht selber lange im Statens Historiska Museet nach den übrigen Grabplänen suchen will, schicke mir einfach eine email.
Es gibt dort aber keinen Plan für Grab 660, 703 739, 954, 959 und 1081. Diese finden sich nur in Birka I.
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