Für die Museumsbelebung erhielten wir eine Anfrage über die Herstellung eines Replikats der Glasperlen aus dem Grab 10/3 Burladingen.
Die Beschreibung laut Grabungsbericht ist wie folgt: 1 Bernsteinperle 1 schwarzbraune mit umlaufendem rotem Mittelstreifen, beiderseits von je einer gelben Zickzacklinie begleitet; 1 schwarze tonnenförmige mit blauen Fadeneinlagen; 2 schwarzbraune Ringperlen mit grünen Zickzackbändern; 2 braune mit gelben Punktauflagen; 6 weiß, fast durchsichtig; 10 gelbgrün (transluzid grün); 1 gelbgrau; 15 blau und dunkelblau (transluzid blau) 3 davon polyedrisch.*
Glasperlen Grab 10/3 Burladingen
Für die Fertigung der Repliken stellte der Museumsdirektor Herr Schmidt-Lawrenz vom Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen Bilder der Originalperlen zur Verfügung, wofür wir ihm sehr dankbar sind.
Zu erkennen ist nicht nur, das ein Teil der Perlen beschädigt oder verschieden stark verwittert ist; auch ist das tatsächliche Farbspektrum wesentlich umfangreicher als im Grabungsbericht zu erkennen.
Nicht alle dieser Farbtöne stehen uns heute zur Verfügung, aber wir machten aus dieser Not eine Tugend und eine zerbrochene Gefäßreplik lieferte z.B. für das blaue Glas einen hervorragenden Werkstoff.
Gefäßreplik in Scherben
ein hervorragender Rohstoff für Perlen
Hier nun die Glasperlenrepliken im Vergleich zum Original.
Vorlage und Replik der Glasperlen aus Burladingen
Das Original der Kette ist im Hohenzollerischen Landesmuseum in Hechingen zu bewundern.
*) Quelle: Georg Schmitt, Die Alamannen im Zollernalbkreis, Inauguraldissertation, Pirna 2005